Deadline: 10 April 2026, 23:00 (CET)Submit: short artist bio (max. 150 words) + one textual contribution (max. 1 A4) send per mail to Nadja Kracunovic, sickgirlstrategies@proton.me
Formats: poetry, prose, diary entries, dramatic texts, haiku, monologues, notes, jokes, letters, reflections, short stories, and hybrid/experimental forms.Language: English (other mother tongues are welcome too)
*German below*
The call is addressed to those who live with chronic illness, autoimmune diseases, pain, neurological rollercoasters, fluctuating diagnoses, medical labels, or the refusal of them — those who are over-diagnosed, under-diagnosed, misdiagnosed, or navigating the long corridors of medical gaslighting. Here, girl* is understood as a political position rather than a gendered identity. If you recognize yourself in this proposal, regardless of gender, this is for you, girl*.
Selected works will appear in the digital publication Chronic Superpositions & Sick Girl* Strategies (2026) by the artist Nadja Kracunovic. The publication will consist of multiple chapters, and this open call will contribute to the third one. It will serve as a textual space of investigation and of the actual voices of the sick “girls*.”
Concept
Chronic Superpositions & Sick Girl* Strategies is an auto-theoretical lexicon grounded in the perspective of chronically ill agents who reject binarities and find refuge in distortions, transitions, and mutations of their personal existences. The book embeds feminist and crip theories while distancing itself from medical discourse, proposing autoethnographies as theory, and rejecting heteropatriarchal definitions of health, usefulness, and coherence.The publication stretches into a collage – a glossary combining theory, poetry, and humor – to explore the infinite possibilities of existence and new maps of the sick girls*: those whose fatigue overflows the neoliberal urge to fix and fit. It draws from reason and unreason, from open wounds and oppressed tongues, from medical gaslighting and personal tears. It navigates between the body’s pervasive, often invisible symptoms and their external perception.
This open call invites writing from within chronic experience: from the preoccupation with symptoms, from bodies that fluctuate and collapse, from neurological rollercoasters, from pain that reorganizes language and time, from what remains invisible to the non-sick. It welcomes texts that emerge from lived superpositions – collecting and archiving survival strategies. Nadja Kracunovic is looking forward to hearing back from you – in any form. If you have any questions regarding the open call or want to get feedback, please write to sickgirlstrategies@proton.meThe project ist realized in cooperation with PinkDot.
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Frist: 10. April 2026, 23:00 (CET)Einzureichen: Kurzbiografie (max. 150 Wörter) + ein Textbeitrag (max. 1 × A4)Bitte senden an Nadja Kracunovic: sickgirlstrategies@proton.me
Formate: Lyrik, Prosa, Tagebucheinträge, dramatische Texte, Haiku, Monologe, Notizen, Witze, Briefe, Reflexionen, Kurzgeschichten sowie hybride und experimentelle Textformen.Sprache: Englisch (andere Sprachen sind willkommen)
Der Open Call richtet sich an Personen, die mit chronischer Krankheit, Autoimmunerkrankungen, Schmerzen, neurologischen Achterbahnfahrten, schwankenden Diagnosen, medizinischen Zuschreibungen oder deren Verweigerung leben — an jene, die überdiagnostiziert, unterdiagnostiziert oder fehldiagnostiziert sind oder sich durch die langen Korridore medizinischer Gaslighting-Erfahrungen bewegen. Girl* wird hier als politische Position verstanden und nicht als geschlechtliche Identität. Wenn du dich in diesem Vorschlag wiedererkennst, unabhängig von deinem Geschlecht, dann ist das für dich, girl*.
Ausgewählte Beiträge erscheinen in der digitalen Publikation Chronic Superpositions & Sick Girl* Strategies (2026) der Künstlerin Nadja Kracunovic. Die Publikation besteht aus mehreren Kapiteln; dieser Open Call trägt zum dritten Kapitel bei. Es versteht sich als textueller Raum der Untersuchung und als Versammlung der tatsächlichen Stimmen von sick girls*.
Konzept
Chronic Superpositions & Sick Girl* Strategies ist ein autotheoretisches Lexikon, das in der Perspektive chronisch kranker Akteur*innen verankert ist, die Binaritäten zurückweisen und Zuflucht in Verzerrungen, Übergängen und Mutationen ihrer persönlichen Existenzen finden. Das Buch verwebt feministische und Crip-Theorien, distanziert sich vom medizinischen Diskurs, schlägt Autoethnografien als Theorie vor und weist heteropatriarchale Definitionen von Gesundheit, Nützlichkeit und Kohärenz zurück.
Die Publikation entfaltet sich als Collage – als Glossar, das Theorie, Poesie und Humor verbindet – um die unendlichen Möglichkeiten von Existenz und neue Karten der sick girls* zu erkunden: jener, deren Müdigkeit den neoliberalen Drang, sich zu reparieren und anzupassen, übersteigt. Sie bewegt sich zwischen Vernunft und Unvernunft, zwischen offenen Wunden und unterdrückten StimmenZungen, zwischen medizinischem Gaslighting und persönlichen Tränen. Sie navigiert zwischen den allgegenwärtigen, oft unsichtbaren Symptomen des Körpers und deren äußerer Wahrnehmung.
Dieser Open Call lädt dazu ein, aus der chronischen Erfahrung heraus zu schreiben: aus der Beschäftigung mit Symptomen, aus Körpern, die schwanken und kollabieren, aus neurologischen Achterbahnfahrten, aus Schmerz, der Sprache und Zeit neu organisiert, aus dem, was für Nicht-Kranke unsichtbar bleibt. Willkommen sind Texte, die aus gelebten Superpositionen entstehen – als Sammlung und Archiv von Überlebensstrategien.
Nadja Kracunovic freut sich darauf, von euch zu hören – in welcher Form auch immer.Bei Fragen zum Open Call oder wenn ihr Feedback wünscht, steht Nadja (sickgirlstrategies@proton.me) gerne zur Verfügung.
Das Projekt wird in Kooperation mit PinkDot realisiert.
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