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Bildinfo
Big Finish mit Jessie Ware und zahlreichen queeren Performer*innen auf der Main Stage.
© Bild: attitude.co.uk
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London mit viel Tamtam - Das Mighty Hoopla Festival

Sommerzeit ist nicht nur Pride- sondern auch Festivalzeit. Und genau deshalb hab ich für Euch das Zweithaar eingerollt, denn BH geschnürt und das Tussi-Tascherln gepackt. London läutet seinen Pride Month seit mehreren Jahren mit einem DER britischen Festivals für Popmusik und queeres Partyglück ein: Mighty Hoopla (englisch für: „gewaltiges Tamtam”).
Warum sich genau hier die ganzen Homos, Drags, Inters und Nonbinarys treffen? Ich sag nur Line-Up! Musiklegenden und queere Ikonen aus mehreren Jahrzehnten wurden hier zusammengekarrt und auf insgesamt neun unterschiedlichen Bühnen auf das schillernd ausstaffierte Publikum losgelassen. Neben Headlinerin Jessie Ware konnten unter anderem En Vogue, Hercules & Love Affair, GALA, Nelly Furtado, Rita Ora, Bananarama, Artful Dodger und Amanda Lepore genossen und vergöttert werden. Eine queere Legende reihte sich an die nächste, wie eine nicht enden wollende Perlenkette im unrasierten Ausschnitt einer stabil gebauten Fummeltrine aus Hackney.
Londons Brockwell Park trumpfte aber nicht nur mit einem bombastischen Line-Up auf.
Mit unglaublich vielen Toiletten, Bars, befestigtem Boden vor der Hauptbühne und zahlreichen Ein- und Ausgängen, kam es weder zu ruhigen Zeiten, noch zur Rushhour, zu übermäßigen Wartezeite oder gar verschmutzem Tanzschuhwerk. Lediglich die Anreise zum, im Süden der britischen Hauptstadt gelegenen Parks, bedarf etwas Durchhaltevermögen. Die nächste Bahnstation ist vom Hauptgeschehen des Festivals gute fünfzehn bis zwanzig Minuten zu Fuß entfernt.
Da die geneigten Festivalbesucher*innen jedoch das ganze Wochenende über vorrangig mit Sonnenschein und am Sonntag auch noch mit Obenohnetemperaturen verwöhnt wurden, war der kleine Marsch nicht nur angenehm, sondern bot auch herrliche Möglichkeiten für den ein oder anderen Wegflirt. Und genau so abwechslungsreich wie die Künster*innen auf den Bühnen, war das Publikum. Sämtliche Geschlechter, sexuelle Orientierungen und Nationalitäten feierten vereint unter zahlreichen Rainbow- und Progressive Pride Flags. So angefixt kann der London Pride dieses Wochenende nur gut werden.

PINK schwingt die Flagge mit einem herzigen Happy Pride - indeed!

 

Londons Herz ganz im Zeichen der Progressive Pride Flag
© Bild: Jacky-Oh Weinhaus
Redakteurin Jacky und Lokalprominenz Daisy Puller vor der Main Stage.
© Bild: Lucas Hawrylak
Von rechts nach links: queere Ikone aus Deutschland Lucas Hawrylak, Fernsehprominenz Jochen Schropp und Redakteurin Jacky-Oh Weinhaus
Headlinerin Jessie Ware
© Bild: Charlet Crackhaus